Geistliches Wort
| Noch im Licht von Weihnachten Der 2. Sonntag nach Epiphanias leuchtet noch im Licht von Weihnachten. Die Festtage liegen hinter uns, doch die Verheißung ist nicht vergangen. Christus ist erschienen – und er bleibt. „Aus seinem Reichtum hat er uns beschenkt, uns mit grenzenloser Güte überschüttet“ (Johannes 1,16). Diese Worte tragen uns in den Alltag, in dem der Glanz der Feiertage schnell wieder verblassen mag. Epiphanias heißt: Gott zeigt sich. Nicht nur damals im Stall, nicht nur im Stern von Bethlehem, nicht nur im Weinwunder zu Kana, das am Sonntag als Evangelium gelesen wird. Gott zeigt sich auch heute – leise, manch mal unscheinbar, doch tröstlich nah. Seine Güte ist nicht knapp. Sie fließt über. Sie sucht uns auf, selbst wenn wir uns arm und fast leer an Hoffnung fühlen. Das Wochenlied singt es: „Du Morgenstern, du Licht vom Licht.“ Christus kommt wie ein neuer Tagesanbruch. Er lässt Schatten schwinden und schenkt Orientierung. Wer das Licht wahrnimmt, sieht die Welt anders: nicht frei von Dunkel, aber durchdrungen von seinem Licht. So hören wir in Januartagen: Wir sind Beschenkte. Beschenkt mit Güte, die trägt. Mit Licht, das bleibt. Mit dem Morgenstern, der unsere Wege erhellt. Möge uns dieser Reichtum durch die Woche begleiten – und uns selbst zu Quellen der Güte für andere machen. Ein schönes Wochenende und einen gesegneten Sonntag! Pfr. Daniel Wüst Pfarramt Seelitz |
